Anleger der Region bangen um ihr Geld

Mai 2005

Unklarheit über Kundengelder der Finanzfirma Phoenix 

Chemnitz. Von möglichen Manipulationen bei der Frankfurter Finanzfirma Phoenix Kapitaldienst sind offenbar auch Anleger in Südwestsachsen betroffen. Das Hauptprodukt des Unternehmens, ein Hedge-Fonds mit dem Namen "Phoenix Managed Account", wurde auch von den FMK Finanz-Centern, Chemnitz, sowie einigen freien Finanzberatern vertrieben. Hedge-Fonds sind hochspekulative Investmentfonds, die ihre Verlustrisiken zu begrenzen versuchen, indem sie ein zweites, entgegengesetztes Risiko (Hedging) eingehen, das den möglichen Verlust wieder kompensieren würde. 

Wegen Unklarheiten über den Verbleib von Kundengeldern hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (Bafin) dem Unternehmen am Freitag die Konten gesperrt, nachdem Phoenix eine Selbstanzeige wegen Überschuldung bei der Bafin erstattet hatte. Gestern hat das Amtsgericht Frankfurt am Main auf Antrag der Bafin das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen von Phoenix Kapitaldienst eröffnet. Der "Phoenix Managed Account" soll zuletzt ein Volumen von rund 800 Millionen Euro gehabt haben. Rund 30.000 Anleger haben Geld bei dem Unternehmen angelegt. (Bafin-Hotline 0228-4108-1010) 

Nach Auskunft auf der Internetseite von FMK können Kunden mit einem Euro-Konto mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einer anteiligen Entschädigung für Anlagebeträge bis 20.000 Euro rechnen. Die Phoenix ist Mitglied in der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen. FMK empfiehlt zudem Kunden, die im Februar und März 2005 noch eingezahlt haben, ihre Beteiligung sofort zu widerrufen. Eine von FMK organisierte Veranstaltung zu Hedgefonds am 18. März wurde abgesagt. FMK-Geschäftsführer Heinz Klötzner war gestern nicht zu erreichen.

 

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