EM-LOG: Geschäftsbetrieb läuft weiterBad Hersfeld, 23.01.2012 Das Speditions- und Logistik-Gruppe EM-LOG hat mit zwei Unternehmen beim Insolvenzgericht in Bad Hersfeld Insolvenz angemeldet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter beider Gesellschaften wurde Rechtsanwalt Kai Dellit von der bundesweit tätigen Insolvenzrechts-Kanzlei hww wienberg wilhelm bestellt. Dellit führt den Geschäftsbetrieb vorerst fort. Löhne und Gehälter der Beschäftigten sind über das Insolvenzgeld für drei Monate bis Ende März 2012 gesichert. Insolvenz angemeldet haben die beiden Unternehmen der EM-LOG Gruppe, die EM-LOG Europalogistik GmbH und die MSF Malkomes Systemtransporte & Frachtvermittlungs GmbH mit insgesamt 210 Mitarbeitern. Dellit hat sich nach Insolvenzanmeldung unverzüglich zum Sitz der Unternehmen nach Bad Hersfeld begeben. „Ziel ist die Rettung der Unternehmen und möglichst vieler Arbeitsplätze“ betonte der vorläufige Insolvenzverwalter. Dellit verschafft sich derzeit einen Überblick über die wirtschaftliche Lage im Unternehmen, um die Sanierungschancen zu beurteilen. „Unser Fokus in den nächsten Tagen und Wochen liegt darauf, den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten und zu stabilisieren“, betonte Dellit, der bereits Kontakt zu den wichtigsten Kunden und Lieferanten aufgenommen hat. „Kein Kunde muss sich Sorgen machen“, ergänzte er. „Die Betankung der Fahrzeuge ist sichergestellt, die Flotte läuft.“ Dellit hat bereits die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes in die Wege geleitet, damit die Mitarbeiter ohne größere Verzögerungen ihre Januar-Gehälter erhalten können. Die Belegschaft wird heute im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung über die Situation und die nächsten Schritte informiert. Die EM-LOG Gruppe ist seit über 20 Jahren am Markt. Neben klassischen Speditionsdiensten erbringen die Unternehmen auch Lager- und Logistikdienstleistungen. Die Kunden der Gruppe kommen z.B. aus den Branchen Automotive und Elektrogroßhandel. Im Jahr 2011 erwirtschafteten die Unternehmen einen Gesamtumsatz in Höhe von ca. 30 Mio. Euro. In der Speditionsbranche kommt es seit Jahren vermehrt zu Insolvenzen. Grund sind z.T. erhebliche Überkapazitäten und der starke Wettbewerb aus Osteuropa. Sobald neue Informationen vorliegen, wird Dellit die Öffentlichkeit informieren. Solange bittet er die Medien um etwas Geduld.
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