Verein Betreutes Wohnen in Dresden in Insolvenz - Seniorenbetreuung läuft uneingeschränkt weiter

Dresden, 23.07.2007. Der Verein Betreutes Wohnen in der Landeshauptstadt Dresden e.V. hat Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Amtsgericht Dresden Rechtsanwalt Rüdiger Wienberg von der Kanzlei hww wienberg wilhelm. Der Verein betreibt Betreutes Wohnen in insgesamt neun Objekten in Dresden und Neusalza-Spremberg. Über 100 Mitarbeiter betreuen knapp 400 Senioren. Der vorläufige Insolvenzverwalter hat durch erste Maßnahmen die Fortführung der Vereinstätigkeit bis auf weiteres gesichert.

Wienberg zur Situation vor Ort: "Da die Seniorenheime derzeit über eine hohe Auslastung verfügen, konzentrierten sich meine ersten Bemühungen darauf, den Geschäftsbetrieb uneingeschränkt fortführen zu können. Die Betreuung der Senioren wird vorerst in gewohnter Weise weiterlaufen. Von der Insolvenz sollen die Bewohner nichts spüren. Sowohl die Betreuung durch das Pflegepersonal als auch die gastronomische Verpflegung sind bis auf weiteres gesichert. Erste Kontakte mit den Kranken- und Pflegekassen, Lieferanten und Dienstleistern habe ich aufgenommen, um auch hier eine reibungslose Zusammenarbeit zu gewährleisten."

Die 101 Arbeitnehmer, davon 17 Auszubildende, wurden am Freitag in einer Betriebsversammlung über die weiteren Schritte in der Insolvenz informiert. Lohnausfälle gab es bisher nicht. Wienberg bemüht sich nun bei der Bundesagentur für Arbeit um eine Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes, damit auch die weiteren Löhne bezahlt werden können.

Der Verein Betreutes Wohnen in der Landeshauptstadt e.V. wurde im Dezember 1994 gegründet. Am 17.07.2007 hat der Vorstand für den Verein Insolvenzantrag gestellt. Am gleichen Tag wurde Rechtsanwalt Rüdiger Wienberg vom Amtsgericht Dresden als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt. /by


 

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