Stader Bauunternehmen Stacon meldet Insolvenz an - Betrieb wird fortgeführt

23.11.2005

Die Geschäftsführung der Stacon - Stader Construktionsgesellschaft mbH hat am 22.11.2005 beim Amtsgericht Stade einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Insolvenzgericht hat daraufhin noch am selben Tage den Hamburger Rechtsanwalt Dr. Achim Ahrendt aus der Kanzlei hww wienberg wilhelm zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Der vorläufige Insolvenzverwalter führt den Geschäftsbetrieb des Unternehmens in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung in vollem Umfang fort. Zu diesem Zweck konnten die Löhne und Gehälter der derzeit 77 Mitarbeiter des Unternehmens für das jetzt laufende Insolvenzantragsverfahren über eine Insolvenzgeldvorfinanzierung mit Hilfe der Agentur für Arbeit in Stade sowie der Hausbank des vorläufigen Insolvenzverwalters abgesichert werden.

Die im Jahre 1970 gegründete Stacon GmbH ist spezialisiert auf den Bereich Stahlbau und bietet die gesamte Bandbreite von der Planung über die Konstruktion bis zur Fertigung und Montage von Stahlbauelementen an. Ein weiteres Betätigungsfeld ist der schlüsselfertige Gewerbebau, insbesondere von Hallen, Autohäusern, Containerlagern und Parkhäusern. Der Umsatz des Unternehmens, das neben dem Firmensitz in Stade Niederlassungen in Delmenhorst und Hamburg unterhält, lag im zurückliegenden Geschäftsjahr 2004 bei rund € 12 Mio.

Nachdem sich das Unternehmen trotz der anhaltenden Strukturkrise in der Baubranche in den letzten Jahren zunächst noch gut behaupten konnte, hatte sich die Auftragslage in den letzten Monaten dramatisch verschlechtert. Die Geschäftsleitung führt diesen Einbruch nicht zuletzt auch auf eine merkliche Zurückhaltung potentieller Auftraggeber nach der Bundestagwahl im September dieses Jahres zurück. Nach dem kurzfristigen Scheitern eines Sanierungsversuchs war der Insolvenzantrag dann für die Geschäftsführung unausweichlich.

Ziel des vorläufigen Insolvenzverwalters Dr. Achim Ahrendt ist es, in den nächsten Tagen in Gesprächen mit den beteiligten Banken, den wichtigsten Lieferanten sowie der Unternehmensleitung und den Mitarbeitern ein Fortführungskonzept zu erarbeiten, dass es ermöglicht, den Geschäftsbetrieb der Stacon GmbH mit einer möglichst großen Zahl von Arbeitsplätzen zu erhalten. 

hww, 23. November 2005

 

(c)hww wienberg wilhelm Partnergesellschaft