Bad Hersfeld, 02.12.2008. Die Rettung nahezu aller Tankstellen und Autohöfe der LOMO mit über 300 Beschäftigten ist in greifbare Nähe gerückt. Die weltweite Suche nach Investoren durch den Inolvenzverwalter, Rechtsanwalt Kai Dellit, hat Früchte getragen. Dellit steht mit mehreren potentiellen Investoren in intensiven Verhandlungen und rechnet mit einer Übertragung der Tankstellen und Autohöfen in den nächsten Wochen.
Einziger Wermutstropfen dabei ist, dass sich bislang kein Investor für das Gesamtunternehmen einschließlich der Verwaltungszentrale in Bad Hersfeld gefunden hat. Bleibt es bei diesem Ergebnis, könnte die Insolvenz von LOMO am Ende doch zumindest den in der Verwaltungszentrale beschäftigten 43 Arbeitnehmern den Job kosten.
Der Insolvenzverwalter hat den Kampf auch um diese Arbeitsplätze aber noch nicht aufgegeben. Kündigungen sind jedenfalls aktuell nicht vorgesehen. "Sollte letztlich ein Arbeitsplatzabbau unvermeidlich werden, werde ich mich für sozialverträgliche Lösungen stark machen", sagte Dellit den Arbeitnehmern in der Zentrale heute in einer Betriebsversammlung zu. In diesem Fall könnten die betroffenen Arbeitnehmer gegebenenfalls in eine Transfergesellschaft übernommen werden, um sich von dort aus wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern.
Über das Vermögen der LOMO mit über 400 Arbeitnehmern wurde mit Beschluss des Amtsgerichts Bad Hersfeld vom 01.10.2008 das Insolvenzverfahren eröffnet. Der Mineralölkonzern steuert von seiner Zentrale in Bad Hersfeld ein Netz von über 50 Tankstellen und Autohöfen in Deutschland und Ungarn. Dem Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Kai Dellit, war es bereits gelungen, die Geschäftsbereiche LOMO-creditcard und den Handel mit Heizöl, Schmier- und Kraftstoffen zu verkaufen.