Dessau-Roßlau, 04.02.2010. Der Insolvenzverwalter der Anhalt Dessau AG, Rechtsanwalt Henning Schorisch, Partner der Kanzlei hww wienberg wilhelm, Halle, teilte mit, dass die zunächst aussichtsreichen Verhandlungen mit einem Investor gescheitert sind.
Dieser beabsichtigte, nach Übernahme der Mehrheit der Aktien und Zuführung von Geldmitteln für die Befriedigung der Gläubiger einzelne Unternehmensbereiche der Anhalt Dessau AG, insbesondere den mitteldeutschen Barter-Ring fortzusetzen.
Nunmehr teilte der Investor in einem offenen Brief mit, dass er seine Bemühungen einstelle, da weder die Aktionäre noch die im Barter-Ring organisierten Unternehmen hinreichendes Interesse an einer solchen Sanierung gezeigt hätten. So seien eine Vielzahl der Aktionäre, welche häufig auch Mitglieder des Barter-Ringes sind, lediglich bereit gewesen, ihre aufgrund der Insolvenz an sich wertlosen Aktien zum Nennwert zu übertragen. Auch hätten die Mitglieder des Barter-Ringes keine hinreichenden Sanierungsbeiträge leisten wollen. "Unter diesen Bedingungen mache die Übernahme der AG und die Integrierung in vorhandene Strukturen wirtschaftlich keinen Sinn", so der Investor.
Schorisch ist nunmehr bemüht, neue Investoren für die regionale Fördergesellschaft zu finden. "Eine Fortführung einzelner Unternehmensbereiche oder die Sanierung der Anhalt Dessau AG wird jedoch auch zukünftig nur dann möglich sein, wenn die Beteiligten willens und bereit sind, Beiträge zu leisten statt unsinnige Forderungen aufzumachen", so Schorisch.