airberlin topbonus: Neustart über ein Insolvenzverfahren

Berlin, 29. August 2017. topbonus, das Vielfliegerprogramm von airberlin, plant den Neustart über ein Insolvenzverfahren. Christian Otto, der vorläufige Insolvenzverwalter, führt den Geschäftsbetrieb im vorläufigen Insolvenzverfahren fort, der Geschäftsführer Anton Lill bleibt im Amt. Zudem wird Otto, Partner der führenden deutschen Insolvenzkanzlei hww, in Kürze gemeinsam mit der Geschäftsführung einen Investorenprozess aufsetzen. Ziel ist es, einen langfristig orientierten Partner für topbonus zu finden, der das Loyalitätsprogramm fortsetzt.

topbonus hat heute eine umfangreichere Information an die 4,3 Mio. Teilnehmer des Programms geschickt. Darin teilt das Vielfliegerprogramm mit, dass das topbonus Programm weiter Bestand hat. Die Teilnehmer können unverändert online und über Telefon auf ihr Konto zugreifen und z.B. ihren Meilenstand und ihr Profil einsehen. Der Kundenservice bleibt erreichbar. Zudem gewähren airberlin und die Partner-Airlines weiterhin die Statusvorteile für Inhaber einer topbonus Silver, Gold und Platinum Card, also z.B. Lounge-Zugang, Priority Services, kostenfreie Sitzplatz-Reservierung, etc. Auslaufende Statuskarten werden erneuert, und auch die airberlin VISA Karten behalten ihre volle Gültigkeit und können weiter eingesetzt werden.

Zudem können die Teilnehmer ihre topbonus Card weiterhin bei allen topbonus Partnern einsetzen. Alle Partner melden topbonus nach wie vor die durch den Einsatz der Karte gesammelten Meilen. „Das bedeutet, wenn das Meilensammeln z.B. partner-spezifisch im Programm wieder geöffnet wird, werden wir diese Meilen dem Meilenkonto der Teilnehmer gutschreiben“, betonte topbonus-Geschäftsführer Anton Lill heute in Berlin. „Damit ginge den Teilnehmern im Idealfall keine Meile infolge des Insolvenzverfahrens verloren.“

„Wir arbeiten mit Hochdruck an Möglichkeiten, das Einlösen von Meilen und damit dann auch das Sammeln von Meilen wieder öffnen zu können“, ergänzte der vorläufige Insolvenzverwalter Christian Otto. „Zeitgleich arbeiten wir an einem tragfähigen Zukunftskonzept für topbonus.“

topbonus hatte Ende vergangener Woche wegen Überschuldung Insolvenzantrag gestellt. Der Antrag war nötig geworden, weil infolge des Insolvenzantrages von airberlin die Aktiva der topbonus Ltd. abgewertet werden mussten.

Außerdem hatten unzählige Teilnehmer versucht, ihre Meilen einzulösen. Dieser „Run“ hätte dazu geführt, dass topbonus seine Zahlungsfähigkeit eingebüßt hätte. Da sich Sammeln und Einlösen einander bedingen, musste auch das Meilensammeln vorerst ausgesetzt werden. Das Sammeln kann erst wieder zugelassen werden, wenn ein wirtschaftlich vertretbarer Weg gefunden wurde, Einlösemöglichkeiten anzubieten. Mögliche Optionen werden bereits geprüft.

Die Löhne und Gehälter der 55 topbonus-Mitarbeiter sind bis Ende Oktober 2017 über das Insolvenzgeld gesichert.


Über topbonus
topbonus ist das zweitgrößte Vielfliegerprogramm Deutschlands und als eines der führenden Kundenbindungsprogramme mit mehr als 4,3 Millionen Teilnehmern bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Bei 24 Airlinepartnern, und über 200 renommierten Partnerunternehmen, mit der airberlin VISA Card und durch Buchungen über das topbonus Hotelportal sammeln die Teilnehmer topbonus Meilen weltweit. Die Zusammenarbeit mit dem AmericanExpress Membership Rewards Programm, der DeutschlandCard und dem SHELL Clubsmart Programm ermöglicht Teilnehmern, ihre dort gesammelten Punkte in topbonus Meilen einzutauschen. Die Meilen können für Prämienflüge, weitere exklusive Vorteile und im topbonus Shop online eingelöst werden. Durch die Partnerschaft u.a. mit Etihad Airways, Alitalia und den weiteren Etihad Airways Partnern sowie die Mitgliedschaft bei oneworld® haben Inhaber einer topbonus Statuskarte weltweit Zugang zu über 700 Airport Premium Lounges. airberlin und Etihad Airways bieten ihren Gästen gemeinsam 228 Ziele in 84 Ländern an. Im oneworld Streckennetz stehen mehr als 1.000 Ziele zur Verfügung. www.topbonus.de