DÜN-FLEISCH: Weiter auf Sanierungskurs

Dünwald/Hüpstedt, 2. Januar 2018. Das Insolvenzverfahren über die DÜN-FLEISCH GmbH, die auf die Herstellung von Eichsfelder Fleisch- und Wurstwaren nach Hausschlachteart spezialisiert ist, wurde am 1. Januar 2018 eröffnet. Zum Insolvenzverwalter bestellte das zuständige Amtsgericht Mühlhausen Kai Dellit, Partner bei der bundesweit tätigen Kanzlei hww hermann wienberg wilhelm. Der Geschäftsbetrieb wird auch nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens uneingeschränkt fortgeführt.

Mit großer Unterstützung der Lieferanten und Kunden, die der DÜN-FLEISCH GmbH auch nach Insolvenzantragstellung ohne Einschränkung treu geblieben sind, konnte das Unternehmen während der letzten Wochen im Insolvenzantragsverfahren stabilisiert werden. „Dabei hat vor allem das traditionell starke Weihnachtsgeschäft unsere Erwartungen übertroffen. Dafür danken wir unseren Kunden“, berichtet der Insolvenzverwalter.

Ziel der auch im eröffneten Insolvenzverfahren fortgesetzten Betriebsfortführung ist die zügige Sanierung des Unternehmens durch einen Insolvenzplan oder eine übertragende Sanierung, so Dellit weiter. Die Löhne der knapp 80 Mitarbeiter in der Produktion und in den 10 Filialen sind auch in den nächsten Monaten gesichert.

DÜN-FLEISCH steht für traditionelles Thüringer Fleischerhandwerk mit einer exzellenten Qualität. Die Produktion der Rohwurstspezialitäten kommt, anders als heute in der Massenproduktion üblich, ohne Schnellreifekulturen aus. Dies bedeutet zwar einen langen Reifungsprozess in den Reifekammern von 6 Wochen statt der häufig üblichen 1,5 Wochen. „Unsere Kunden erhalten dann aber Produkte frei von chemischen Zusatzstoffen. Darüber hinaus ergibt sich für unsere Kunden ein finanzieller Vorteil, da ein längerer Reifungsprozess wegen der Reduzierung des Wasseranteils zu einem zusätzlichen Gewichtsverlust führt“, erläutert DÜN-FLEISCH Geschäftsführer Michael Wagner.