Litarion GmbH: Rüdiger Wienberg zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt

Kamenz, 1. Februar 2018. Die Litarion GmbH hat am 25. Januar 2018 Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das zuständige Amtsgericht Dresden gestern Rüdiger Wienberg, Partner bei der Kanzlei hww hermann wienberg wilhelm. Der sanierungserfahrene Dresdner Rechtsanwalt prüft vor Ort mögliche Sanierungsoptionen.

Wienberg macht sich derzeit vor Ort in Kamenz ein umfassendes Bild über die Lage der Litarion GmbH, um die Sanierungsmöglichkeiten des Lithium-Ionen-Batteriekomponentenherstellers prüfen zu können. Ein mögliches Sanierungsszenario ist der Verkauf des Unternehmens an einen Investor. In Betracht kommt auch die Durchführung eines Insolvenzplanverfahrens – eine Art Vergleich mit den Gläubigern unter Einwerbung eines Investors. „Für eine erste belastbare Einschätzung der Lage ist es derzeit noch zu früh“, so der vorläufige Insolvenzverwalter.

Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind bis Ende März 2018 über das Insolvenzgeld durch die Bundesagentur für Arbeit gesichert. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird zeitnah die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes über eine Bank initiieren, damit die Gehälter ohne weitere Verzögerungen ausgezahlt werden können. Die Mitarbeiter wurden heute Morgen in einer Belegschaftsversammlung über den aktuellen Stand informiert.

Die Litarion GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Komponenten für Lithium-Ionen-Batterie-Zellen und -Module als elektrischer Energiespeicher. Anwendung finden diese u. a. in der Elektromobilität und als Energiespeicher für „grüne Energie“. Das Unternehmen beschäftigt rund 120 Mitarbeiter.


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Kathleen Dräger, hww hermann wienberg wilhelm, Head of Corporate Communications,
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