Eichsfelder Zentralschlachthof erfolgreich saniert

Heilbad Heiligenstadt, 03. April 2018. Die Zukunft der insolventen Eichsfelder Zentralschlachthof GmbH mit Sitz in Heilbad Heiligenstadt (thüringischer Landkreis Eichsfeld) ist gesichert. Insolvenzverwalter Kai Dellit, Partner der bundesweit tätigen Kanzlei hww hermann wienberg wilhelm, hat sich mit einem Investor über eine Übernahme geeinigt.

Mit Wirkung zum 01. April 2018 hat Insolvenzverwalter Dellit den Geschäftsbetrieb der
Eichsfelder Zentralschlachthof GmbH im Rahmen einer übertragenden Sanierung an die
Leinekrone GmbH verkauft.
Mit der Leinekrone GmbH, einer Tochter der FEK-Fleischereinkauf Hannover/ Göttingen eG
konnte ein Investor gefunden werden, der strategische Interessen verfolgt und auch künftig
Schlachtungen für die regionalen Metzger durchführt. Damit hat die Warmfleischkultur im
Eichsfeld und den angrenzenden Regionen eine Zukunft, so Dellit.
Dellit freut sich besonders darüber, dass alle 30 Arbeitsplätze und der Produktionsstandort im
thüringischen Eichsfeld erhalten bleiben. Das ist vor dem Hintergrund des deutschlandweiten
Sterbens kleinerer Schlachthöfe keine Selbstverständlichkeit. Erst kürzlich hat ein insolventer
Schlachthof in Kassel seinen Geschäftsbetrieb eingestellt.
Der Eichsfelder Zentralschlachthof schlachtet, zerlegt und vermarket jährlich rund 90.000
Schweine. Als einer der modernsten Schlachthöfe in Thüringen ist das Unternehmen auf die
Warmfleischauslieferung spezialisiert. Hierbei werden die Tiere nachts von hochqualifizierten
Mitarbeitern geschlachtet. Die Lieferung des Fleisches erfolgt sodann sofort an umliegende
Weiterverarbeiter oder Metzgereien, u. a. für die Herstellung der Eichsfelder Wurstspezialitäten.
Das geschlachtete Fleisch wird also unmittelbar weiter verarbeitet. Dabei hält der Schlachthof die
höchsten Standards des Tierschutzes ein und verfügt darüber hinaus über eine Zulassung für
Bio-Produkte.