HDG: Sanierung im Insolvenzverfahren

Erfurt, 23.03.2018. Die HDG Hoteldienstleistungsgesellschaft Heinecke & Blaufuß GmbH aus Erfurt, ein überwiegend im Osten und der Mitte Deutschlands tätiger Personaldienstleister für das Hotelgewerbe, hat einen Antrag auf Insolvenzeröffnung in Eigenverwaltung mit dem Ziel der Sanierung gestellt. Zum vorläufigen Sachwalter bestellte das zuständige Amtsgericht Erfurt Kai Dellit, Partner bei der bundesweit tätigen Kanzlei hww hermann wienberg wilhelm. Der Geschäftsbetrieb wird uneingeschränkt fortgeführt.

Der Geschäftsführer Stefan Heinecke strebt die zügige Durchführung eines Insolvenzplanverfahrens an. Mit dem Eigenverwaltungsverfahren verfolgt er das Ziel, das Unternehmen wieder wettbewerbsfähig zu machen. Die unternehmerische Verantwortung verbleibt dabei anders als im Regelinsolvenzverfahren bei der Geschäftsführung. Sie kann die anstehenden Sanierungsmaßnahmen unter Aufsicht eines (vorläufigen) Sachwalters umsetzen. Mit Rechtsanwalt Kai Dellit, Partner bei hww hermann wienberg wilhelm, hat das Amtsgericht Erfurt dem Unternehmen einen sanierungserfahrenen vorläufigen Sachwalter an die Seite gestellt, der die Sanierung begleitet und überwacht. Die im Jahr 2001 gegründete HDG Hoteldienstleistungsgesellschaft Heinecke & Blaufuß GmbH ist seit über 16 Jahren am Markt aktiv. Mit rund 200 Mitarbeitern ist das Unternehmen an insgesamt 13 Standorten überwiegend im Bereich Housekeeping tätig. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind für drei Monate über das Insolvenzgeld durch die Agentur für Arbeit gesichert. Die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes über eine Bank wurde erfolgreich initiiert, sodass die Löhne der Beschäftigten ohne größere Verzögerungen ausgezahlt werden konnten. Dies war Voraussetzung dafür, dass der Hotelbetrieb in den einzelnen Häusern reibungslos aufrecht erhalten werden konnte. Auch für die Zeit ab Eröffnung des Insolvenzverfahrens ist Dellit optimistisch: “Ich gehe davon aus, dass der Geschäftsbetrieb kurzfristig und nachhaltig wieder auf Kurs gebracht werden kann.„