06.01.2025
Bo Parts Solutions GmbH & Co. KG: Sanierung wird im Insolvenzverfahren fortgesetzt
Das Insolvenzverfahren der Bo Parts Solutions GmbH & Co. KG wurde am 01.01.2025 eröffnet. Rechtsanwalt Kai Dellit (Kanzlei hww) wurde zum Insolvenzverwalter bestellt. Der ...
Rechtsanwalt Kai Dellit (Kanzlei hww) wurde zum Insolvenzverwalter bestellt. Der Geschäftsbetrieb läuft weiter, nachdem am 02.01.2025 harte Sanierungsmaßnahmen umgesetzt wurden. Die Verträge mit den Kunden werden uneingeschränkt erfüllt.
Bo Parts Solutions produziert an zwei Standorten in Nentershausen und Sontra (Nordhessen) für die Automobilindustrie vor allem Ersatzteile, aber auch Interieur- Klein- und Kleinstserien.
Im letzten Jahr (2024) war ein Kleinserienauftrag für ein Volkswagenmodell regulär und weitere Aufträge vorzeitig ausgelaufen. Bo Parts Solutions hatte sich zwar um Ersatzaufträge bemüht, diese aber nicht erhalten. Der hieraus resultierende deutliche Umsatzrückgang hatte das Unternehmen in eine wirtschaftliche Schieflage gebracht. Die Unternehmensleitung stellte daraufhin Insolvenzantrag und das Insolvenzgericht ordnete die vorläufige Insolvenzverwaltung an.
Der gerichtlich bestellte vorläufige Insolvenzverwalter Kai Dellit verhandelte sodann erfolgreich mit den wesentlichen Kunden die Fortsetzung der Geschäftsbeziehungen auch über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens hinaus. Allerdings vermochten es die Kunden nicht, Bo Parts Solutions mit wesentlichen neuen Umfängen zu beauftragen. Dies wurde unter anderem mit der derzeit angespannten Absatzlage in der Automobilindustrie begründet.
Um das Unternehmen ungeachtet dessen fortführen zu können, mussten unmittelbar nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens (01.01.2025) harte Sanierungsmaßnahmen umgesetzt werden. Hierzu gehört auch der arbeitgeberseitige Abbau von 28 Arbeitsplätzen. Die Kündigungen der betroffenen Mitarbeiter werden durch einen Sozialplan begleitet.
„Es ist mir sehr schwer gefallen, hoch qualifizierten und teils langjährigen und verdienten Mitarbeitern eine Kündigung auszusprechen“, so Insolvenzverwalter Dellit. Allerdings war dies die einzige Möglichkeit, um das Unternehmen und die dortigen Arbeitsplätze im Übrigen zu retten. Anderenfalls hätten die Verluste zu einer Schließung des gesamten Unternehmens geführt.
Wir werden in den nächsten Monaten alles daransetzen, das Unternehmen mit einem Investor aus dem Insolvenzverfahren herauszuführen, so Dellit weiter.
